Einreise, Visum & Aufenthaltsbestimmungen
Für die Einreise nach Thailand brauchen Sie einen Reisepass, der noch
mindestens sechs Monate gültig ist. Bei einem Aufenthalt bis zu 30 Tagen
wird kein Visum verlangt.
Im Zeitraum vom 1.1. – 23.12.2005 meldete die
WHO insgesamt 92 Vogelgrippe-Erkrankungsfälle (mit 38 Todesfällen).
Insgesamt 61 der Erkrankungsfälle (19 Todesfälle) stammen aus Vietnam, 16
Fälle (11 Todesfälle) aus Indonesien, 4 Fälle (4 Todesfälle) aus Kambodscha,
5 Fälle (2 Todesfälle) aus Thailand und 6 Fälle (2 Todesfälle) aus China.
Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation erkrankten seit dem 26.12.2003
insgesamt 141 Personen an Vogelgrippe - davon starben 73 an den Folgen der
Erkrankung (Vietnam 93 Erkrankungen / 42 Todesfälle; Thailand 22
Erkrankungen / 14 Todesfälle; Indonesien 16 Erkrankungsfälle / 11
Todesfälle; Kambodscha 4 Erkrankungen / 4 Todesfälle; China 6 Erkrankungen /
2 Todesfälle). Das Vogelgrippevirus (H5N1) wurde bereits in Vögeln in
Ländern/Regionen von China, Hong Kong, Indonesien, Japan, Kambodscha,
Kasachstan, Korea, Kroatien, Malaysia, Mongolei, Rumänien, Russland,
Thailand, Türkei, Ukraine und Vietnam nachgewiesen. Des Weiteren wurde das
Vogelgrippevirus (H5N1) auch in einem aus Surinam importierten Papageien in
Großbritannien nachgewiesen. Der Vogel traf im September 2005 in
Großbritannien ein und wurde mit Vögeln aus Taiwan in Quarantäne gehalten.
In Laos und auf den Philippinen wurde das H5-Virus und in Taipei (China) das
H5N2-Virus in Vögeln nachgewiesen. Eine weitere Ausbreitung des
Vogelgrippevirus (H5N1) wird befürchtet. Fälle der Vogelgrippe beim Menschen
wurden in Thailand im Jahr 2004, als auch seit Oktober 2005 aus dem
Nordosten des Landes (Provinz Kalasin) gemeldet. Vogelgrippe-Viren, wie
beispielsweise das Influenzavirus A(H5N1), können durch engen Kontakt mit
Hühnern oder Enten auf den Menschen übertragen werden. Reisende sollten sich
in Ländern in denen aktuell eine Vogelgrippe oder Geflügelpest besteht von
Geflügelstallungen oder Märkten mit Geflügelständen fernhalten.
Landesweit besteht eine erhöhte
Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte
Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus,
Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten
sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets
durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen
Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden
rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit
unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen
hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit
erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei
Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein
Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.
Allgemein besteht ein erhöhtes Tollwut-Risiko, durch die Zunahme von
streunenden Hunden insbesondere in Stadtbereichen, wie z.B. in Bangkok. Eine
ausreichende medizinische Versorgung nach Bissverletzung ist nicht immer
sicher gewährleistet. Bei längeren Aufenthalten wird daher vorsorglich eine
Tollwut-Impfung empfohlen. Bei einer Bissverletzung im Land sollte umgehend
eine geeignete Versorgungseinrichtung aufgesucht werden, in der wirksame und
moderne Impfstoffe verwendet werden und Hyper-Immunglobuline vorhanden sind.
Auskünfte können über die deutsche Botschaft im Land erteilt werden.
Allgemeine Reisemedizinische
Hinweise für Thailand
Malaria Hinweise
Überträger der Malaria ist die 5 - 10 mm kleine Anopheles Mücke. Sie sticht
vorrangig während der Dämmerung und Nachtzeit. Meist ist der Stich nicht
schmerzhaft, im Anschluss zeigt sich oft ein anhaltender Juckreiz mit
lokaler Schwellung.
Risikogebiete: hohes Risiko in
den Grenzgebieten im Nordwesten zu Myanmar (Tak) und im Südosten zu
Kambodscha (Trat). Des weiteren besteht ein Risiko in den übrigen Gebieten,
einschließlich der Touristengebiete im Goldenen Dreieck, der Küsten, Khao
Sok National Park und auf einigen Inseln
(z.B. Ko Chang und Ko Mak vor Trat).
Kein Malariarisiko: Bangkok, Chanthaburi, Chiang Mai, Pattaya, Chiang Rai,
Phuket und Ko Samui
Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung. Erhöhtes Risiko während der
Regenzeit Mai - Oktober
Malaria-Arten: über 55 % Malaria tropica (P. falciparum), ansonsten Malaria
tertiana (P. vivax)
Vorbeugung
Schutz vor Mückenstichen empfohlen durch langärmelige Kleidung,
Mosquitonetze, Sprays, Cremes, etc.
Bei Reisen in Malariagebiete ist zuvor mit dem Arzt eine medikamentöse
Prophylaxe in Betracht zu ziehen. Aber auch sie bieten keinen
vollständigen Schutz! Vorbeugung mit Medikamenten ist zu empfehlen
(Chemoprophylaxe) in den Grenzgebieten im Nordwesten zu Myanmar (Tak) und im
Südosten zu Kambodscha (Trat) bei Aufenthalten ab 8 Tagen
Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby) in den übrigen Gebieten,
einschließlich der Touristengebiete im Goldenen Dreieck, der Küsten, Khao
Sok National Park und auf einigen Inseln (z.B. Ko Chang und Ko Mak vor Trat)
sowie in den Grenzgebieten im Nordwesten zu Myanmar (Tak) und im Südosten zu
Kambodscha (Trat) bei Aufenthalten bis einschließlich 7 Tagen.
Die vorstehenden Empfehlungen zur
Malaria-Vorbeugung orientieren sich an Erfahrungen und Daten aus der
Reisemedizin und gelten für den "Regelfall" eines organisiert reisenden
Touristen. Der beratende Arzt kann sich im Rahmen einer individuellen
Beratung für ein anderes Vorgehen entscheiden, wenn das Malaria-Risiko z.B.
durch Reisestil, Aufenthaltsdauer, Region, Saison oder aktuelle Ereignisse
deutlich höher oder geringer anzusetzen ist als bei einem typischen
Touristikurlaub. Daher ist vor Abreise in ein Malaria-Risikogebiet eine
individuelle Beratung beim Arzt unbedingt empfohlen.
Impfempfehlungen
Krankheit Impfschutz Risikogruppen
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen
(Auffrischung alle 10 Jahre).
FSME nein .
Gelbfieber nein .
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis
B–Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren
Aufenthalten (> 1 Monat).
Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich
in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in
Deutschland routinemäßig empfohlen..
Japanische Enzephalitis Risikogruppen ja Reisende mit längeren Aufenthalten
(ab 4 Wochen) in ländlichen Gebieten, in denen die Japanische Enzephalitis
vorkommt, v.a. während Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der
Überträgermücken.
Kinderlähmung ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko.
Meningokokken Meningitis nein .
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen
(Auffrischung alle 10 Jahre).
Tollwut Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen
(z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen
Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch
Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als
besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte,
Jäger und Forstpersonal.
Typhus Risikogruppen ja Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und
Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).. Impfvorschriften
Gelbfieber Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle
Reisenden (> 1. Lebensjahr), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten
(Endemiegebieten) kommen.
Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte
Gelbfieber-Verbreitungsgebiete)..
spezielle Gesundheitsrisiken
Krankheit Anmerkung Schutz
Aids bis November 2001: 181.484 gemeldete Erkrankungen (Zahlen nach WHO)
Die Rate der infizierten Prostituierten ist hoch.
Die Übertragung erfolgt zu 90% heterosexuell. Der Anteil Drogenabhängiger
liegt bei 4%. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Bilharziose Vorkommen: landesweit im Süßwasser
v.a. in Phitsanulok, Phichit, Surat Thani Vermeidung von Hautkontakt mit
Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Borreliose landesweites Vorkommen Schutz vor Zecken durch hautbedeckende
Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen,
Sprays)
Dengue-Fieber Vorkommen: landesweit Schutz vor Mücken durch hautbedeckende
Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen,
Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien,
Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige
Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Filariose Vorkommen: Grenzgebiete im Westen und Feuchtbiotope an der
Südostküste Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung.
Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays),
Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Fleckfieber Vorkommen: vor allem im Buschland im Norden und Nordosten Schutz
vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen
(sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in
seltenen Fällen empfohlen !
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und
sterilen Spritzen und Nadeln
Japanische Enzephalitis Vorkommen: ländliche und suburbane Gebiete im N > S
Übertragungsmonate: Mai - Oktober Impfung. Schutz vor Mücken durch
hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes,
Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Tollwut landesweites Vorkommen Impfung. Fernhalten von freilaufenden,
streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
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